Job Stories: Netztechniker Strom.
Das Stromnetz rund um die Uhr im Blick.
Christian Weber ist ein echtes Eigengewächs
der OVAG-Gruppe in dritter Generation. Bereits in den er Jahren hatte er als Zählerableser erste Einblicke in das Unternehmen gewonnen. Nach seinem Studium der elektrischen Energie- und Automatisierungstechnik in Friedberg sammelte er erste Berufserfahrungen in der Automatisierungsbranche, bevor er zur ovag Netz zurückkehrte. Nach seinem Wiedereinstieg begann er in der Netzplanung und übernahm als Leiter Netzführung die Leitung der Netzleitstelle. Seitdem ist er für die Überwachung und Steuerung des Stromnetzes verantwortlich. Im Juli wurde Christian zusätzlich zum Abteilungsleiter Zentrale Netzführung und Kommunikation befördert.
Gemeinsam mit seinem Team sorgt er dafür, dass die Strom- und Wasserversorgung im gesamten Versorgungsgebiet zuverlässig funktioniert – rund um die Uhr. Sein breites technisches Wissen und seine langjährige Erfahrung machen ihn zu einem unverzichtbaren Experten für Netzstabilität, Störungsmanagement und die Weiterentwicklung des Netzbetriebs. Darüber hinaus verantwortet er das Kommunikationsnetz sowohl der eigenen Anlagen, wie Umspannwerke und Quellgebiete, als auch der Fremdanlagen, wie Solar- und Windparks.
Kein Tag ist wie der andere – die Verantwortung für eine stabile Energie- und Wasserversorgung und die täglichen Herausforderungen machen unseren Job in der Netzleitstelle so spannend.
Was macht ihr in der Netzleitstelle und wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus?
Christian Weber In der Netzleitstelle überwachen wir rund um die Uhr das Strom- und Wassernetz, um eine sichere und zuverlässige Versorgung zu gewährleisten. Unser Tag beginnt mit der Schichtübergabe, bei der wir uns über laufende Störungen, geplante Schaltungen und besondere Ereignisse informieren. Zu unseren Hauptaufgaben gehört die Überwachung der Netzstabilität über unser Leitsystem. Wir reagieren auf Meldungen aus dem Mittel- und Niederspannungsnetz, analysieren die Situation und leiten bei Bedarf Maßnahmen ein. Bei Störungen koordinieren wir die Fehlersuche, geben Anweisungen an die Techniker vor Ort und dokumentieren den gesamten Prozess. Ein weiterer wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Unterstützung bei Schaltungen, sei es für Wartungsarbeiten oder Umbauten. Alle Schaltvorgänge laufen über uns, und wir arbeiten dabei eng mit den Kollegen aus den Netzbezirken zusammen. Zusätzlich kümmern wir uns um das Einspeisemanagement und den Redispatch, bei dem Einspeiseanlagen heruntergeregelt werden, um Überlastungen im Netz zu vermeiden. Neben dem Tagesgeschäft sind wir auch in Projekte eingebunden, wie den Smart-Meter-Rollout oder die Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen oder Wärmepumpen. Solche Innovationen bringen neue Anforderungen, die wir in unsere Systeme und Abläufe integrieren müssen. Dazu muss selbstverständlich auch das Kommunikationsnetz erweitert und angepasst werden. Insgesamt ist unser Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich, da wir auch auf unvorhergesehene Ereignisse wie Störungen flexibel reagieren müssen.
Welche Voraussetzungen muss man für den Job als Netztechniker mitbringen?
Christian Weber Für die Arbeit als Netztechniker in der Netzleitstelle sind bestimmte Qualifikationen und Fähigkeiten erforderlich, die sowohl technisches Know-how als auch praktische Erfahrung umfassen. Eine wichtige Voraussetzung ist eine elektrotechnische Ausbildung, idealerweise mit Weiterbildung zum Elektromeister oder staatlich geprüften Techniker im Bereich Elektrotechnik. Diese Qualifikation ist wichtig, da Netztechniker häufig Schaltvorgänge durchführen und hierfür eine Schaltberechtigung erforderlich ist. Für diese Berechtigung muss man mindestens als Elektrofachkraft qualifiziert sein. Darüber hinaus sollte ein gutes Verständnis für elektrische Anlagen und Netzstrukturen vorhanden sein, da komplexe Zusammenhänge erkannt und bewertet werden müssen. Erfahrungen in der Netzführung oder in der Arbeit mit Leitsystemen sind von Vorteil, insbesondere wenn es darum geht, Störungen zu erkennen und gezielte Maßnahmen einzuleiten. Neben der fachlichen Qualifikation sind organisatorische Fähigkeiten wichtig, da die Arbeit häufig in Stresssituationen, z. B. bei Störungen oder unvorhergesehenen Ereignissen, stattfindet. Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und die Bereitschaft zur Schichtarbeit sind ebenfalls unabdingbar, da der Betrieb der Netzleitstelle rund um die Uhr gewährleistet sein muss. Abgerundet wird das Profil durch eine gute Kommunikationsfähigkeit, da die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort sowie mit externen Partnern ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit ist. Wer also technisches Verständnis, praktische Erfahrung und Engagement mitbringt, ist für diese verantwortungsvolle Aufgabe bestens geeignet.
Welche Vorteile hat es, bei der OVAG-Gruppe zu arbeiten?
Christian Weber Die OVAG-Gruppe ist tief in der Region verwurzelt – das bedeutet kurze Arbeitswege und eine enge Verbindung zu den Menschen vor Ort. Man sieht direkt, welchen Beitrag man für die Lebensqualität in seiner Heimat leistet. Das schafft ein starkes Wir-Gefühl. Ein großer Pluspunkt ist außerdem die Innovationskraft: Die OVAG-Gruppe setzt auf moderne Technologien und entwickelt ihre technischen Systeme und Prozesse kontinuierlich weiter. Ich bin stolz darauf, an zukunftsweisenden Projekten mitzuarbeiten. Außerdem finde ich es gut, dass die OVAG-Gruppe viel Wert auf Weiterbildung und Entwicklungsmöglichkeiten legt. Egal ob Schulungen, neue Aufgaben oder Qualifikationen wie der Meisterbrief – hier kann man wachsen, ohne die Unternehmensgruppe verlassen zu müssen. Und natürlich ist ein krisensicherer Job in der Energiebranche ein starkes Argument: Energie ist und bleibt unverzichtbar, was Sicherheit und Planbarkeit für die Zukunft gibt.
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