Jugendliteraturpreis: Schreiben über das, was bewegt

Nele Pollatschek ist Laudatorin des 17. OVAG-Jugendliteraturpreises – jetzt noch teilnehmen bis zum 15. Juli.

Nele Pollatschek kennen die meisten wahrscheinlich nur vom Hören: Sie präsentiert in hr2 kultur ihre wöchentliche Glosse „Pollatscheks Kanon: Weltliteratur zum Mitreden“ und jüngst in diesem Frühjahr während der Corona-Zeit eine tägliche Glosse „Ein Quarantänchen Trost“. In der einen stellt sie auf herzlich-augenzwinkernde Art Romane quer durch alle Jahrtausende vor, in der anderen beschäftigt sie sich nachdenklich und nichtsdestotrotz stellenweise urkomisch damit, was um sie herum in der Welt passiert. Das hat auch die OVAG überzeugt, die sie als Laudatorin zur Preisverleihung des OVAG-Jugendliteraturpreises im September eingeladen hat.

Die Anglistin und Autorin, die 1988 in Berlin geboren wurde, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und hat dort auch promoviert. Ihr Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) wurde mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet.

Bereits zum 17. Mal hat die OVAG ihren Literaturpreis für Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren ausgeschrieben, die in den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Gießen wohnen beziehungsweise dort eine Schule besuchen. Wie immer ist die Themenwahl der eingereichten Texte frei, man darf über alles schreiben, was einen bewegt – Historisches, Fantasy, Krimi, Märchen, Liebesfreud und Liebesleid, Lyrik, Sozialkritisches, Alltagsgeschichten, Abenteuer, Poetry Slam. Begrenzt ist lediglich der Umfang der Texte: Dieser darf acht DIN-A4-Seiten nicht überschreiten. Besonders achtet die zehnköpfige Jury auf die Originalität beim Schreiben und Inhalt, Stil- und Schreibsicherheit, Dramaturgie und Aufbau.

Als Preise sind Geldbeträge zwischen 250 und 1.000 Euro ausgeschrieben, vor allem aber die Teilnahme an einem Workshop im November in Bad Kissingen, wo Schriftsteller wie Feridun Zaimoglu, Ursula Flacke und Franziska Gerstenberg mit den Gewinnerinnen und Gewinnern deren Texte lektorieren. Diese Texte erscheinen schließlich im Februar 2021 in dem Buch „Gesammelte Werke“.

Einsendeschluss ist der 15. Juli 2020. Die Texte können eingesendet werden per E-Mail an matle@ovag.de oder per Brief an die OVAG, Andreas Matlé, Hanauer Straße 9 – 13 in 61169 Friedberg. Außerdem sollte im Anschreiben Alter, Name, Adresse und die besuchte Schule aufgeführt sein.

Portrait Nele Pollatschek
Hält die Laudatio bei der Preisverleihung zum 17. OVAG-Jugendliteraturpreis: Nele Pollatschek.

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