Presseinfo

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„Wer liest, lebt länger“

Meldung vom 22.09.2017

Die OVAG ehrt ihre Jugend-Literaturpreisträger 2017 – Laudatorin Christine Westermann beeindruckt von der Vielfalt der Themen

Rainer Schwarz, Vorstandsvorsitzender der OVAG, hatte für die zweihundert Gäste in der Hauptverwaltung des Unternehmens eine gute Nachricht. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass die Besucher der Siegerehrung des 14. Jugend-Literazurpreises des Unternehmens zu dieser Zielgruppe zählen: „Wer Bücher liest, lebt im Durchschnitt 23 Monate länger.“ Dies hätte eine Langzeitstudie der amerikanischen Yale-Universität ergeben, führte Schwarz in seiner Rede aus.

Beeindruckt von den Inhalten der Texte der 25 Preisträger wiederum zeigte sich die Laudatorin des Abends, die Fernsehmoderatorin („Zimmer frei!“) und Journalistin Christine Westermann. „Ich find es faszinierend, wie Sie sich in Lebenswelten von Anderen, die Ihnen eigentlich fremd sein müssen, eingefunden haben. Beim Lesen Ihrer Texte habe ich mich gefragt, wie Sie auf eben diese Inhalte gekommen sind. Zum anderen war ich überrascht, welche Vielfalt an Themen ich vorgefunden habe.“

Die Vielfalt der Themen, spiegelt sich allein in den drei Erstplatzierten wieder, welche die neunköpfige Jury aus über zweihundert Einsendungen bestimmt hat. Die 20-jährige Kerstin Uebele aus Bad Nauheim, bereits zum fünften Mal unter den Preisträgern, erhielt den ersten Platz für ihren Text „Nordviertel“ in dem sie sich auf einfühlsame Weise mit dem Leben von Prostituierten in Budapest auseinandersetzt. Platz zwei ging an die 21-jährige Laura Nold aus Grünberg. „Morgens bin ich immer müde“ und handelt vom Schicksal eines Mannes, der Nacht für Nacht um seinen Schlaf gebracht wird und manisch durch die Straßen treibt. Eine bildhafte Phantasie-Geschichte („Die Traumfenster“) hat der 17-jährigen Patrizia Krug, Schülerin der Gesamtschule Hungen, den dritten Platz eingebracht.

Die drei Erstplatzierten erhielten Geldpreise zwischen 600 und 1.000 Euro sowie die Teilnahme am viertätigen Literatur-Workshop im November in Bad Kissingen wo sie gemeinsam mit Schriftstellern wie Feridun Zaimoglu, Franziska Gerstenberg und Gerhard Heschel ihre Texte lektorieren, die im nächsten Februar als Buch erscheinen.

Nach Bad Kissingen fahren weitere 22 Preisträger die überdies jeweils ein Preisfeld von 200 Euro erhielten.

Als Vertreter des Ministerpräsidenten hielt Dr. Ulrich Adolphs, Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, ein Grußwort. Er lobte die OVAG nicht nur für den Inhalt des Wettbewerbs, sondern auch über die Langlebigkeit desselben. „Vierzehn Jahre hintereinander diesen Wettbewerb auszuloben – das ist sicherlich keine Selbstverständlichkeit.“

Christine Westermann brachte zum Ausdruck, was möglicherweise vielen während der zweistündigen Preisverleihung durch den Kopf gegangen sein dürfte. „Es war mir ein Fest heute dabei gewesen sein zu dürfen.“ Und was fast allen noch bevorsteht: „Und es war mir ein Fest, all diese Texte gelesen zu haben.“

Die Preisträger des 14. Jugend-Literaturpreises der OVAG

1. Platz
Kerstin Uebele (Bad Nauheim)

2. Platz
Laura Nold (Grünberg)
„Morgens bin ich immer müde“

3. Platz
Patrizia Krug (Hungen) Gesamtschule Hungen
„Die Traumfenster“

Die weiteren Preisträger in alphabetischer Reihenfolge:

Sophia Alt (Schotten)
Nichts passiert

Pia Bonn (Friedberg) Burggymnasium Friedberg
„Weißer Teddy“

Petra Clauss (Lauterbach)
„21“

Jonathan Fei (Anttrifttal)
„Rotterdam – Hull“

Timothy Heinle (Ranstadt)
“Wir sind Männer”

Julia Gohlke (Lauterbach) Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach
„Europa“

Vanessa Kindermann (Ortenberg)
„Montag“

Nele Klatte (Bad Nauheim) Ernst-Ludwig-Schule
„Big Mike“

Annika List (Lauterbach)
„Wenn du schläfst“

Leonie Oestreich (Schlitz) Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach
„Birkensamen im Kaffee“

Farnaz Naziriamini (Butzbach)
„Hosenanzugträger“

Adam Nell (Bad Nauheim)
„Regen“

Eva Parbel (Friedberg) St. Lioba Schule Bad Nauheim
“Als der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten fror”

Julia Pfeifer (Lich)
„Löscharbeiten“

Julie Schöttner (Waldsolms)
„Meanwhile in Amsterdam“

Anna Schmidt (Nidda)
„Am anderen Ende“

Vanessa Schweitzer (Friedrichsdorf)
„Der erste Schnee“

Ali Shaker (Gießen) Landgraf-Lugwigs-Schule
„Zimmer 396“

Lina Thiede (Gießen)
„Sinfonie in drei Sätzen“

Anne Wiffler (Bad Vilbel)
„Die Dame in Weiß“

Ronja Wolf (Glauberg)
„Leerling“

Förderpreis
Shadh Nhili (Butzbach) Waldorfschule Bad Nauheim
„Die Schlussreise“

Gruppenpreise

Karlhans-Frank-Gedächtnispreis dotiert mit 400 Euro an zwei Lerngruppen der Limesschule Altenstadt unter Leitung von Lehrerin Michaela Karch für surrealistische Gedichte und Rap-Texte

Sonderpreise
jeweils dotiert mit 200 Euro

Die Schüler des Vorleistungskurses Deutsch (E2) der Limesschule Altstadt unter Leitung von Lehrerin Tanja Schäfer-Auth mit „Nachrichten rund um Schillers Die Räubert als Zeitungsblatt“

Schüler der Klasse 9d des Landgraf-Ludwigs-Gymnasium in Gießen unter den Lehrerinnen Christl Mahr und Simone Pfister zum Thema „Freudensprünge“

Schüler der Qualifikationsphase 2 des Burggymnasiums Friedberg unter Leitung von Bettina Schumacher zu dem Thema „(K)ein (Vor)urteil“

Schüler der E-Phase des Gymnasiums Nidda unter Lehrerin Brigitte Rathjens mit Texten zu dem Projekt „Wendepunkte“

Kinder der Intensivklasse 1 der Schrenzerschule Butzbach unter Leitung von Kim Eva Voigt-Hilberger zu dem Thema „Der Weg ist das Ziel … Kurze Geschichten zu langen Reisen“

Schüler der E-Phase der Ernst-Ludwig-Schule Bad Nauheim unter Leitung von Felicitas Geyer mit Poetry-Slam-Texten

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