Presseinfo

Presseinfo

Spurensuche im Wohnzimmer der Tiere

Meldung vom 30.06.2017

Schüler der Oberwaldschule Grebenhain gewinnen Teilnahme am OVAG-Umweltprojekt „Abenteuer Natur“

Wald ist nicht gleich Wald. Welche Formen von Wäldern es gibt, das lernen die Schüler der Klasse 5G1 der Oberwaldschule Grebenhain direkt vor Ort – im Wald in der Nähe ihrer Schule. Die Klasse von Lehrerin Theresia Kuttenkeuler ist unter den glücklichen Gewinnern des Umweltprojektes „ Abenteuer Natur“ und sicherte sich damit die etwas anderen Unterrichtsstunden mitten in der Natur. Deshalb sind die beiden Expertinnen der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie) Lucia Gomes und Kerstin Krahwinkel zu Gast, die nicht nur viel Anschauungsmaterial dabeihaben, sondern sich auch über zahlreiche Fragen rund um den Wald freuen.

Als erstes wird erläutert, dass ein Wald – sei es ein Nadel-, Laub- oder Mischwald - aus verschiedenen Stufen besteht, nämlich der Kraut-, Strauch- und Kronenschicht. Anschließend erfahren die Schüler, dass ein gesunder Wald in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, und dass jeder Baum mit einem „Pilzfreund“ eine Symbiose eingeht, von der beide profitieren. Danach wird die Klasse kreativ. Zum Thema Samenverteilung der Pflanzen versucht jeder Schüler aus einem Blatt Papier eine Art Fallschirm zu basteln, der die Samen möglichst weit tragen soll.

Bevor die Schüler schließlich ausschwärmen, um nach Spuren von Tieren zu suchen, wird erst einmal überlegt, was man alles finden kann. „Das können Fraßspuren sein, aber auch Pfoten- oder Hufabdrücke, Federn, Haare vom Fell der Tiere… ihr müsst die Augen offenhalten“, empfiehlt Gomes. Und Krahwinkel ergänzt: „Wenn ihr euch im Wald bewegt, dann bewegt ihr euch gleichzeitig im Wohnzimmer der Tiere, also etwas vorsichtig sein.“

Klassenlehrerin Theresia Kuttenkeuler freut sich sehr über den Gewinn und die Möglichkeit, ihren Schülern die Natur auf diese Weise näherzubringen. „Es ist heute leider nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder die Natur direkt erfahren können. Solche Unterrichtsstunden sollten Standard sein, es wäre schön, wenn in Zukunft alle Klassen davon profitieren könnten.“

zur Übersicht

Sie haben weitere Fragen?

Hier erfahren Sie mehr zu unseren Presseinformationen:

Portrait von Andreas Matlé