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„Keine Spur von Eitelkeit“

Meldung vom 09.02.2018

Buchpräsentation der „Gesammelten Werke“ des 14. Ovag- Jugend-Literaturpreises

„Die fast sprichwörtliche Eitelkeit von Schriftstellern sorgt seit jeher für ein gespanntes Verhältnis zwischen ihnen und den Literaturkritikern, die sich einbilden, dass sie wüssten, wie man alles besser machen könnte“, sagte Schriftsteller Gerhard Henschel, Laudator der diesjährigen Buchpräsentation der „Gesammelten Werke“ des Jugend-Literaturpreises 2017 der OVAG in der OVAG-Hauptverwaltung.

Gerhard Henschel, der auch einer von sechs Lektoren beim Workshop der Preisträger im vergangenen November war, zeigte sich überrascht von der Qualität, der formalen Vielfalt und dem erzählerischen Einfallsreichtum der Gewinnertexte. Doch noch mehr erstaunte ihn die Kritikfähigkeit der Preisträgerinnen und Preisträger im Alter zwischen 14 und 23 Jahren aus ganz Oberhessen. Er sah keine Spur von Eitelkeit: „Auch als das, was sie geschrieben hatten, in der großen Runde zerpflückt und zum Teil in Grund und Boden kritisiert wurde, schnitt sich niemand von ihnen die Stirn auf – im Gegenteil: Ich hatte den Eindruck, dass sie alle selbstsicher genug waren, um auch haarsträubende Fehlurteile mit Gelassenheit hinzunehmen.“

Das viertägige Lektorat mit professionellen Autoren, das neben dem Preisgeld Teil des Gewinnes ist, sei eine nochmalige „Qualitätskontrolle“ der siegreichen Texte, geschehe jedoch auf Augenhöhe, mit dem Ziel, die Texte noch besser zu machen, so OVAG-Vorstand Joachim Arnold in seiner Rede.

Aus den lektorierten Texten sind die „Gesammelten Werke“ entstanden, die die Jugendlichen am Ende des Abends nun endlich in den Händen halten durften.

In den Geschichten schlüpfen die preisgekrönten Autorinnen und Autoren in sehr unterschiedliche Rollen: Die 21-jährige Vanessa Schweitzer aus Friedrichsdorf etwa, die über einen Familienvater schreibt, der jeden Tag mit Anzug und Aktentasche im Stadtpark verbringt, um niemandem von seiner Arbeitslosigkeit erzählen zu müssen. Oder Laura Nold aus Grünberg, die sich in eine ruhelose Nachtschwärmerin mit Zähl- und Genauigkeitstick hineinversetzt. Denn wie Joachim Arnold sagte: „Schreiben, Phantasieren, Schicksale zu entwerfen, Figuren wie eine Marionette zu führen – erlaubt ist beim Schreiben alles“. So wie bei Patrizia Krug aus Hungen, in deren Geschichte der Junge Luke Menschen in ihren Träumen besuchen kann, indem er durch sogenannte „Traumfenster“ steigt.

Die drei jungen Schriftstellerinnen durften an diesem Abend schon einmal erleben, wie es ist, vor Publikum den eigenen Text vorzutragen. Ein gelungener Auftakt für die Lesereise durch die vierzig Schulen der Region, die jetzt beginnt.

Mit ihren Geschichten im Buch vertreten sind: Sophia Alt (Schotten), Pia Bonn (Friedberg), Petra Clauss (Lauterbach), Jonathan Fei (Alsfeld), Julia Gohlke (Lauterbach), Timothy Heinle (Ranstadt), Vanessa Kindermann (Ortenberg), Nele Klatte (Bad Nauheim), Patrizia Krug (Hungen), Annika List (Lauterbach), Farnaz Nasiriamini (Butzbach), Adam Nell (Bad Nauheim), Laura Nold (Grünberg), Leonie Oestreich (Schlitz), Eva Parbel (Friedberg), Julia Pfeifer (Lich), Anna Julia Schmidt (Nidda), Julie Sophia Schöttner (Waldsolms), Vanessa Schweitzer (Friedrichsdorf), Ali Shaker (Gießen), Lina Thiede (Gießen), Kerstin Uebele (Bad Nauheim) und Ronja Wolf (Glauburg).

Das Hardcoverbuch „Gesammelte Werke“ umfasst 200 Seiten und kostet 12 Euro (ggf. zzgl. Versand). Es ist ab sofort erhältlich und kann bei Silke Scriba (Tel.: 06031 6848 1118 / E-Mail: silke.scriba@ovag-energie.de) oder im ServiceZentrum der OVAG-Gruppe (Ludwigstr. 27-29 in Friedberg) erworben werden.

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