Tipps

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Schule zu Ende, Zeit des Aufbruchs. Nur wohin bloss?

Das Thema Berufsausbildung erzeugt bei vielen jungen Menschen hilflose Gesichter und zuckende Schultern. Fragen müssen beantwortet werden, etwa „Was soll ich werden?“, „Wer bildet aus?“ oder „Wie bewerbe ich mich richtig?“. Doch wer kennt die richtigen Antworten? Zunächst einmal: Die richtige Antwort in Sachen Bildung gibt es nicht. Denn jeder hat andere Fähigkeiten, Neigungen, Talente und Vorkenntnisse, die er bzw. sie anders weiterentwickeln kann und möchte. Deshalb folgen an dieser Stelle unsere subjektiven Meinungen, Ratschläge und Tipps. Hilfreich sind sie hoffentlich trotzdem.

Ausbildung: alles andere als eine Karriere-Sackgasse.

Manche bezweifeln, ob eine Ausbildung das Richtige ist. Wir meinen, dass gerade eine betriebliche Berufsausbildung die schnelle Anpassung an den ständigen wirtschaftlichen und technischen Wandel garantiert. Zum einen, weil hier die notwendige Berufserfahrung vermittelt wird. Zum anderen, weil eine abgeschlossene Ausbildung beste Chancen für die weitere Karriere bietet: Sie ist praxisnah, individuell und zielstrebig. Außerdem schätzen Betriebe im Allgemeinen die Praxisnähe von Bewerbern. Und: Während der Ausbildung verdient man schon sein eigenes Geld.

Die OVAG-Checkliste für den Ausbildungsberuf.

Gut, die Entscheidung ist gefallen: Sie wollen eine Ausbildung machen. Aber welchen der etwa 370 anerkannten Ausbildungsberufe soll man nun wählen? Um dies zu beantworten, kann man sich selbst die folgenden Fragen stellen. Dies ist nicht immer leicht, deshalb kann man auch Freunde und Verwandte zu Rate ziehen (die kennen einen doch schließlich ganz gut).

  • In welcher Branche möchte ich tätig sein?
  • Soll mein Arbeitsort lieber… im Freien, in einer Werkstatt, in einer Praxis, in einem Labor sein?
  • Wie wäre es mit einem Bürojob?
  • Womit möchte ich arbeiten? Zum Beispiel Computer, Baustoffe, Reagenzgläser, Motoren usw.
  • Möchte ich mit vielen Menschen arbeiten? Etwa im Verkauf oder in der Gastronomie? Kann ich beraten, verhandeln und verkaufen?
  • Möchte ich anderen Menschen helfen? Sie pflegen, betreuen, erziehen und unterrichten?
  • Bin ich technisch begabt? Möchte ich Anlagen, Geräte und Maschinen entwerfen, bedienen und reparieren?
  • Der kaufmännische Bereich: Mag ich häufigen Kontakt mit Kunden? Und wie sieht es mit telefonieren, beraten und Briefe schreiben aus?
  • Macht mir körperliche Arbeit Spaß? Machen mir auch Staub und Schmutz nichts aus?
  • Gestalterisch? Wie kreativ bin ich? Entwürfe, Zeichnungen sind kein Problem für mich?
  • Bin ich handwerklich geschickt? Und kann ich beispielsweise Baupläne lesen?

Es ist genauso wichtig, sich über die entsprechenden Berufsbilder zu informieren. Dies kann man machen, indem man Betriebe direkt anschreibt oder sich im Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes informiert.

Hat man sich endlich für einen Beruf entschieden, bietet sich ein Betriebspraktikum an. Da kann man sich schließlich noch mal selbst testen. Und vielleicht entsteht dadurch die Möglichkeit einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Und wenn der gewählte Beruf doch nicht der Richtige ist, hat sich das Praktikum trotzdem gelohnt. So bleibt noch Zeit, sich etwas anderes zu suchen.

Die OVAG-Checkliste für die Bewerbung.

  • Bewerbungsschreiben mit
    • Absender
    • Ort und Datum des Schreibens
    • Empfängerabschnitt
    • Bezugszeile
    • Anrede
    • Text
    • Grußformel
    • Unterschrift
    • Anlage (ohne Aufzählung)
  • Tabellarischer Lebenslauf mit aktuellem Foto
  • Zeugniskopien
  • Bescheinigungen über Praktika, Kurse, Schulungen etc.

Die OVAG-Tipps für das Bewerbungsschreiben.

  • Erwähnen Sie, wie Sie auf die Stelle aufmerksam geworden sind (Zeitungsanzeige, Arbeitsamt…)
  • Begründen Sie, warum Sie sich gerade für diesen Ausbildungsberuf entschieden haben
  • Schreiben Sie, wann Sie mit der Schule fertig sein werden und mit welchem Schulabschluss Sie voraussichtlich rechnen können
  • Vermeiden Sie Floskeln oder Übertreibungen
  • Ihr Schreiben sollte maximal eine DIN A4 Seite lang sein